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Auferstehung ist unser Glaube, Wiedersehen unsere Hoffnung, Gedenken unsere Liebe ! (Aurelius Augustinus)
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Frère Roger, der Gründer der internationalen ökumenischen Gemeinschaft Taizé, ist am Dienstag, den 16. August 2005 getötet worden. Eine psychisch gestörte Frau hat ihn während des Abendgebets mit einer Stichwaffe angegriffen und schwer verletzt. Obwohl sofort Hilfe geleistet wurde, erlag Frère Roger seinen Verletzungen.

Frère Roger hatte die ökumenische Gemeinschaft von Taizé 1940 im ostfranzösischen Burgund gegründet. Im Mai 1940 war Roger Louis Schutz-Marsauche, Sohn eines Schweizer Pastors, in dem inmitten der Weinhänge des Burgund gelegenen Dorf Taizé eingetroffen, wo er sich in einem verlassenen Haus einrichtete. In seinem Haus fanden Flüchtlinge, vor allem Juden, Schutz vor der Gestapo, denn Taizé lag unweit der damaligen Demarkationslinie zum besetzten Frankreich. Nach Kriegsende kümmerte er sich um deutsche Kriegsgefangene. Geleitet von dem Vorbild seiner Großmutter, die im Ersten Weltkrieg Flüchtlinge aufgenommen hatte und sich bemühte, die durch den Krieg verfeindeten Christen miteinander auszusöhnen, setzte er sich das Ziel, Taizé zu einer Stätte des Gebets, des Friedens und der Aussöhnung zwischen allen Menschen christlichen Glaubens zu machen. Jahr um Jahr strömen Hunderttausende in Taizé zum Gebet, zum Nachsinnen über den eigenen Glauben oder zum Gespräch mit den Brüdern zusammen. Auch nach seinem Tod hat Taizé nichts an seiner Strahlkraft verloren.

Auch wir in Andechs möchten das Anliegen Frère Rogers mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen weitertragen.